20. Juli 2026

Ergänzung zur Veröffentlichung vom 13. Juli 2026

Aus Gründen der Vollständigkeit und der Korrektheit ergänzen wir unsere Veröffentlichung vom 13. Juli 2026 um den aktuellen Stand.

Beim Konzert am 16. Juli 2026 in Regensburg haben wir auf der Bühne folgende Erklärung abgegeben:

„Hallo Leute, erlaubt mir an dieser Stelle eine Klarstellung zu unserem Konzert heute Abend. Und dem hiesigen Spielort. Er ist, so schön er ist, belastet durch Äußerungen und Haltungen, die wir nicht teilen. Wir respektieren die demokratischen Spielregeln, unser Grundgesetz, insbesondere den Artikel 1, in dem es heißt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gilt ungeachtet seiner Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit. Radikale, rassistische, menschenverachtende Positionierungen lehnen wir ab. Egal, woher sie kommen. Rechts, Mitte oder Links. Die einzig radikale Position, die wir akzeptieren, ist der Versuch, auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt, friedlich und ohne Hass miteinander umzugehen, zum Wohle der Gesellschaft und kommender Generationen.“

Im Anschluss daran hat sich Herr Patrick Guyton erneut an uns gewandt und geschrieben:

„Sehr geehrter Herr Maffay, sehr geehrtes Team,
ich hab nachgelesen, was Peter Maffay gestern in Regensburg auf der Bühne gesagt hat. Das war sehr gut! Ich denke, entweder geht man gar nicht zu Frau von Thurn und Taxis – oder man macht es so!
Großer Respekt von mir und beste Grüße
Patrick Guyton“

Darauf haben wir wie folgt geantwortet:

„Sehr geehrter Herr Guyton,
ich habe Ihre Nachricht erhalten, bedanke mich dafür und freue mich, dass es einen Konsens in dieser Angelegenheit gibt.
Alles Gute
Peter Maffay“

13. Juli 2026

Stellungnahme zu unserem Konzert in Regensburg

Im Zusammenhang mit unserem Konzert in Regensburg gab es eine Anfrage von Patrick Guyton, seines Zeichens freier Journalist. Daraus resultierte eine Veröffentlichung in der taz, zu der wir nachfolgend Stellung nehmen.

Sehr geehrter Herr Guyton,

Sie hatten mich um eine Stellungnahme zu unserem Regensburger Konzert gebeten. In der Folge haben Sie diese von mir umgehend am 6.7 erhalten. Ihre daraus resultierende Veröffentlichung habe ich zwischenzeitlich gelesen. Vielleicht interessiert Sie meine Meinung dazu.

Zunächst Danke, dass Sie mich einigermaßen wörtlich zitieren. Allerdings – und das ist äußerst schade – nicht vollständig und journalistisch inkorrekt. Es impliziert, dass ich, aus Gründen fehlenden Urteilsvermögens, (Zitat Guyton: ‘‘Wie geschichtsvergessen und abgestumpft kann man als Peter Maffay sein?‘‘) dort auftrete und mich eigentlich und dadurch mit der Haltung der Seite, die Sie, völlig zurecht, kritisieren und angreifen, solidarisiere. Genau das ist nicht der Fall!

Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Süddeutschen Zeitung. Die geht auf diesen Umstand präzise ein.

Zur Verdeutlichung noch einmal die fehlenden Passagen:

‘‘Unser Konzert ist ein öffentliches Konzert. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich im Publikum auch einzelne Besucher befinden, die sich gesellschaftlich und politisch positionieren wie Frau von Thurn und Taxis. Darauf haben wir keinen Einfluss. Aus diesem Grund aber der Veranstaltung fernzubleiben, käme einer Kapitulation vor genau dieser Positionierung gleich. Das kommt für uns definitiv nicht infrage. Wir können aber – und das tun wir seit Jahren in jedem Konzert – unsere Haltung als Antwort darauf artikulieren.

Unsere Stiftung und Partnerschaften stehen für eine Wertekette, an deren Spitze der Respekt im Miteinander die höchste Rolle spielt. GG Art. 1 hat oberste Priorität. Unsere Einrichtungen stehen Kindern und Erwachsenen offen, ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.‘

Mit Ihrer Darstellung und Diktion bedienen Sie unnötig Narrative der Diskreditierung (schmallippig, große Silberkette, Ohrring, harter Rocker, alles da). Erinnert mich stark an ‘‘Rucksackdeutscher‘‘, rollendes ‚R‘, etc.

Damit tragen Sie natürlich nicht zur Problemlösung bei, sondern werden selbst zu einem. Warum? Sie spalten die mögliche Einheit derer, die Ihre Sorgen und Bedenken eh‘ teilen. Einen solchen Luxus sollten wir uns nicht leisten. Er gefährdet hochgradig die Bemühungen, unser demokratisches System zu schützen.

Denken Sie, in Ruhe und ohne Groll, über diese Zeilen nach.

Im Übrigen: Ein Feuer löscht man nur, wenn man dorthin geht, wo es brennt. (Rock gegen rechts – Jena 2011. Gemeinsames Konzert mit Udo Lindenberg und Peter Maffay.)

Daran hat sich nichts geändert.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Maffay