Bildungsbotschafter 2010: Peter Maffay (Interview)
10.03.2010
Peter Maffay: \"Die eigene Popularität für Menschen zu nutzen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen\"
Herr Maffay, Sie gehören zu Deutschlands erfolgreichsten Musikern und feiern in diesem Jahr Ihr 40. Bühnenjubiläum. Sie sind aber auch Gründer der Peter Maffay Stiftung. Für dieses Engagement werden Sie auf der didacta in Köln ausgezeichnet. Was sind die Ziele und Schwerpunkte Ihrer Stiftung?
Peter Maffay: Die Stiftung kümmert sich primär um benachteiligte Kinder und Jugendliche. Ihnen ermöglichen wir therapeutische Aufenthalte auf unserer Finca in Mallorca, im Sternstundenhaus in Hohenpeißenberg und demnächst auch im rumänischen Radeln.
Was war ausschlaggebend für Ihr Engagement, gab es ein bestimmtes Ereignis oder persönliche Erfahrungen?
Peter Maffay: Die eigene Popularität für Menschen zu nutzen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ist sicherlich einer der Beweggründe dafür.
Ihre Stiftung entwickelt immer wieder neue Projekte, zum Beispiel \"Schüler bauen Brücken\" gemeinsam mit dem nordrheinwestfälischen Integrationsministerium. Wie ist diese Idee entstanden?
Peter Maffay: Mit unseren Partnern in Nordrhein-Westfalen wurde die Zusammenarbeit in Bezug auf den Jugendaustausch \"Israel-Palästina-Deutschland\" ausgebaut. Dass bei diesem Projekt auch die Musik eine wesentliche Rolle spielen kann, konnten wir bei einem der Projekte verwirklichen.
Gibt es bereits weitere Projektideen in Ihrer Schublade?
Peter Maffay: Eine Fortsetzung ist vorgesehen. Der trilaterale Austausch wird auch künftig eine Rolle in unserer Stiftungsarbeit spielen.
Angenommen, eine gute Fee würde Ihnen einen Wunsch gewähren, mit dem Sie das Bildungswesen in Deutschland beeinflussen könnten. Wie sähe dieser Wunsch aus?
Peter Maffay: Bildung für ALLE ist sicherlich heute schon möglich. Die Angebote müssen nur weiter ausgebaut und auch angenommen werden. Sozial Schwachen muss hier auf jeden Fall Unterstützung gewährt werden.
Quelle: http://bildungsklick.de/a/72390/bildungsbotschafter-2010-sarah-wiener-und-peter-maffay/
5. Woche Top Ten - Peter Maffay mit "Tattoos" auf Platz 2 der Charts
An der Spitze genießen Unheilig nach wie vor ihre "Große Freiheit". Dahinter macht Peter Maffay eine Position gut und steigt mit "Tattoos" von Rang drei auf zwei.
Quelle: MediaControl
Quelle: http://www.media-control.de/johnny-cashs-letztes-album-auf-platz-drei-der-charts.html
Kevin Costner: Ein Prosit mit Peter Maffay auf der Bühne
Überraschung für Hollywood-Star Kevin Costner (55). Am Ende seines Benefiz-Konzerts bei XXXLutz in Aschheim zu Gunsten einer Grundschule trat plötzlich Peter Maffay (60) auf die Bühne, um mit ihm anzustoßen.
Peter Maffay gibt Startschuss für diesjährigen Förderpreis der TUI Stiftung
Deutschrocker Peter Maffay hat am Dienstag den Startschuss für den diesjährigen Förderpreis der TUI Stiftung gegeben. In den Räumen der TUI diskutiere er am Dienstag mit Vorstandsvorsitzende, Lehrern und Medienvertretern über Engagement für sozial benachteiligte Kinder.
Peter Maffay brachte seine Vision anschaulich auf den Punkt. Der Musiker sprach von Schutzräumen, die Kinder benötigen. „Es müssen Inseln entstehen. Inseln, die dicht beieinander liegen wie Familie, Schule, Sport, Religion, Musik, in denen Kinder geborgen sind, in denen Werte vermittelt werden“, sagte der Sänger in einer Talkrunde, zu der die TUI Stiftung am Montagabend geladen hatte.
Anlass der Diskussionsrunde war der Start zur Ausschreibung des Förderpreises der TUI Stiftung für Kinder- und Jugendprojekte, der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wird. Er zeichnet Initiativen aus, die sich für Integration und Toleranz stark machen. Im vergangenen Jahr hatten sich 77 Projekte beworben, von denen fünf prämiert wurden. Der erste Platz ging an die IGS Linden. Eine Vielzahl der Projekte wurden seitdem in der HAZ-Serie „Hannover mit Herz und Hand“ vorgestellt.
Mit Maffay, der sich für traumatisierte Kinder einsetzt, diskutierten in den Räumen der TUI in der Karl-Wiechert-Allee der Vorstandsvorsitzende der TUI AG, Michael Frenzel, Vorstandsmitglied Peter Engelen, Oberbürgermeister Stephan Weil, die niedersächsische Integrationsbeauftragte Honey Deihimi, der Schulleiter der IGS Linden, Christoph Walther, Sabine Busmann vom Vahrenwalder Musikzentrum sowie Ulrich Neufert, Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Sie alle waren sich einig, dass es zwar in Hannover eine beeindruckende Zahl von Initiativen gäbe, die sich für sozial benachteiligte Kinder einsetzen. Dennoch müsse dieses Engagement verstärkt werden.
Frenzel wies darauf hin, dass bereits jedes dritte Kind in Hannover Migrationshintergrund habe, Tendenz steigend. Weil machte deutlich, dass auch ihm dieses Thema unter den Nägel brenne. Es müsse gelingen, Lebensperspektiven zu eröffnen. „Denn das entscheidet nicht nur über das Wohl dieser Heranwachsenden, sondern über den Erfolg unserer gesamten Gesellschaft“, machte Weil deutlich und räumte ein: „Der öffentliche Interventionsbedarf wird immer größer, ohne dass unsere Möglichkeiten, damit umzugehen, wachsen. Über Migration wird viel zu wenig gesprochen.“ Umso wichtiger sei es, das gesamtgesellschaftliche Engagement in diesem Bereich zu stärken. „Der Bedarf ist hoch, viele Projekte werden nicht systematisch gefördert. Unser Preis soll dabei helfen“, sagte Michael Frenzel. Doch es geht nicht nur ums Geld. „Viele Menschen, die sich engagieren, wissen gar nicht, wie wichtig das ist, was sie tun. Unsere Aufgabe ist es, dieses Engagement öffentlich zu machen und damit für Anerkennung zu sorgen“, machte HAZ-Chefredakteur Neufert deutlich. Er betonte, dass die Serie „Hannover mit Herz und Hand“ noch lange nicht zu Ende sei.
Eine der nächsten Folgen könnte sich beispielsweise mit einem Film beschäftigen, den Achtklässler der IGS Linden über Absolventen ihrer Schule drehten – Abiturienten mit Migrationshintergrund, die heute erfolgreich als Lehrer, Ärzte oder Geschäftsleute arbeiten. Der Film wurde mit dem Geld des TUI-Förderpreises 2009 finanziert. „Er soll zeigen, was alles möglich ist, und motivieren“, sagte Schulleiter Walther.
Bewerbungen jetzt möglich: Die Bewerbungsfrist für den diesjährigen TUI-Förderpreis läuft. Der Preis ist mit insgesamt 10?000 Euro dotiert. Es dient dem Erhalt und der Weiterentwicklung bestehender Projekte. Außerdem werden fünfmal zwei Karten für das Peter-Maffay-Konzert am 13. November in der TUI Arena verlost. Einsendeschluss ist der 23. April. Das Bewerbungsformular und Ansprechpartner sind zu finden unter hier im Internet.





